Was ist eigentlich Globalisierung?

26.09.2016

Zwei Schülerinnen mit einem Handy in Gaza Bild vergrößern Zwei Schülerinnen mit einem Handy in Gaza (© photothek) Du kennst bestimmt „Twitter“, „Instagram“, „Facebook“ oder „Snapchat“ – oder nutzt solche Apps vielleicht schon selbst. Das Internet macht es möglich, in Berlin eine E-Mail zu schreiben, die dann eine Sekunden später in Kopenhagen oder Kapstadt eintrifft. Oder Du schreibst einen Facebook-Post, der sofort von ganz vielen Menschen auf der Welt gelesen werden kann. Auch das Auswärtige Amt nutzt das Internet, um viele Menschen zu informieren.

Global bedeutet weltweit

Durch technische Entwicklungen wie das Internet können Menschen weltweit gleichzeitig miteinander kommunizieren. Nicht nur dir und deinen Freunden nützt das – ganz besonders profitieren Firmen und Unternehmen vom Internet: So können sie gleichzeitig in London, New York und Frankfurt Geschäfte machen. Sie erreichen jederzeit und überall ihre Kunden, steuern ihre Finanzen per Mausklick und suchen sich neue Mitarbeiter online aus.

Ein T-Shirt auf Weltreise

Blick in eine Hemdenfabrik in Hanoi Bild vergrößern Blick in eine Hemdenfabrik in Hanoi (© photothek) Auch Waren werden weltweit hergestellt und versandt. Jedes T-Shirt, das du heute in Deutschland kaufst, hat wahrscheinlich schon eine Reise durch mehrere Länder hinter sich. Die Baumwolle kommt vielleicht aus Nordafrika, in Asien wird sie gewebt, gefärbt und zusammengenäht und zum Schluss wird das T-Shirt nach Deutschland transportiert, wo du es im Laden kaufen kannst

Weltweiter Wettbewerb

Der weltweite Wettbewerb macht es möglich, dass sich das sogar lohnt: Denn ein T-Shirt-Näher in Bangladesch bekommt viel weniger Geld für seine Arbeit als jemand in Deutschland bekommen würde. Deshalb lassen Unternehmen aus der ganzen Welt in diesen sogenannten „Billiglohnländern“ produzieren. Damit sparen sie so viel Geld, dass sie auch den Transport der Güter per Tanker oder Flugzeug bezahlen können und trotzdem noch große Gewinne machen.

Containerschiffe im Hafen von Jakarta in Indonesien Bild vergrößern Containerschiffe im Hafen von Jakarta in Indonesien (© photothek) Vielleicht findest du das unfair. Damit bist du nicht alleine, denn immer mehr Menschen wollen, dass Unternehmen stärker kontrolliert werden und dass in allen Ländern gerechtere Arbeitsbedingungen eingeführt werden.

Fluchtwege per Handy

Nicht zuletzt hat die globale Kommunikation per Internet auch dabei geholfen, dass sich Menschen aus Syrien, aus Afghanistan und dem Irak auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung auf sehr weite Wege über mehrere Grenzen gemacht haben, zum Beispiel nach Europa – denn mit Hilfe von Handys und dem Internet können sich Informationen über Fluchtmöglichkeiten über große Entfernungen hinweg ganz schnell verbreiten.

Wissen global vernetzen

Wenn Du mehr über alle diese Dinge wissen möchtest, kannst du dies im Internet erfahren. Du kannst herausfinden, unter welchen Bedingungen dein T-Shirt hergestellt wird, und wieviel Arbeiter in bestimmten Ländern verdienen. Diese Informationen sind dank der Globalisierung online zugänglich. Und online können sich dann auch Menschen wieder vernetzen, die zusammen Ideen entwickeln, wie man zum Beispiel die Arbeitsbedingungen verbessern, Einkommen gerechter verteilen, die Umwelt besser schützen oder Rohstoffe besser nutzen kann.

Die Globalisierung, die weltweite Vernetzung, ist also weder nur „gut“ noch nur „schlecht“. Sie bringt immer wieder neue Herausforderungen für uns alle.

© Auswärtiges Amt

Was ist / sind eigentlich...

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