Was ist eigentlich Diplomatie?

13.01.2017

Wenn jemand als „diplomatisch“ bezeichnet wird, bedeutet das meistens, dass diese Person geschickt ihre Worte wählt, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Oder, dass jemand erst einmal nachdenkt, wenn es ein Problem gibt, und mit den Beteiligten verhandelt - um eine Lösung zu finden, auf die sich alle einigen können.

„Kunst der Verhandlung“

Das Wort "Diplomatie" kommt aus dem Griechischen und heißt "Kunst der Verhandlung". Auf die Politik übertragen versteht man darunter die Verhandlungen zwischen Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Länder. Wenn zwei Länder beispielsweise einen gemeinsamen Vertrag schließen wollen, treffen sich erst ihre Vertreter, die Diplomatinnen  und Diplomaten, miteinander. Sie verhandeln so lange miteinander, bis alle Unstimmigkeiten aus dem Weg geräumt sind, und bereiten alles vor. Dann erst kommen die Regierungschefs zusammen, um den jeweiligen Vertrag zu unterschreiben.

Guter Kontakt ist wichtig

Diplomatie meint aber noch viel mehr als solche konkreten Verhandlungen. Diplomatinnen und Diplomaten haben die Aufgabe, engen Kontakt zu den Vertretern anderer Länder zu halten und langfristig Vertrauen aufzubauen. Wenn man sich gut kennt und häufig miteinander redet, versteht man eben auch besser, warum der andere etwas tut. Im Idealfall kann man so verhindern, dass es zu Missverständnissen oder sogar Streit kommt.

Diplomatenschule in Berlin Diplomatenschule in Berlin (© photothek.de) Diplomatie kann man lernen

Deswegen ist es in der Diplomatie auch so wichtig, dass man seine Worte geschickt wählt und den anderen nicht vor den Kopf stößt. Viele Länder haben Diplomatenschulen, an denen zukünftige Diplomaten unter anderem lernen, wie man verhandelt. Auch wer in Deutschland Diplomat werden will, muss dafür eine Ausbildung machen. Hier kannst du sehen, wie es in der Diplomatenschule des Auswärtigen Amts in Berlin aussieht.

© Auswärtiges Amt