Kinder auf der Flucht

08.12.2015

Syrische Kinder im Flüchtlingscamp Al Zataari in Jordanien Bild vergrößern Syrische Kinder im Flüchtlingscamp Al Zataari in Jordanien (© dpa/picture-alliance) Durch Kriege und Katastrophen müssen leider immer wieder Menschen ihr Zuhause verlassen. Bei uns in Deutschland war es zuletzt vor 70 Jahren so, dass viele Menschen wegen des Zweiten Weltkriegs in andere Länder fliehen mussten.

In den letzten Jahren haben in Ländern wie Syrien, Afghanistan und Irak viele Familien ihr Zuhause verloren, weil sie sich vor Krieg und Gewalt in Sicherheit bringen mussten: Denn dort wird geschossen, Menschen werden entführt und Häuser werden zerstört. Daher sind aus diesen Regionen heute besonders viele auf der Flucht.

Leben im Flüchtlingscamp

Die allermeisten dieser Familien leben in sogenannten Flüchtlingscamps in den Nachbarländern. Da stehen in langen Reihen Zelte oder auch Container, in denen die Familien leben müssen. Die Vereinten Nationen oder andere Hilfsorganisationen helfen ihnen mit Essen, Trinken und Medizin. Trotzdem ist das Leben in solchen Lagern sehr schwierig. Viele Flüchtlinge haben Heimweh. Deshalb hoffen sie, dass sie so bald wie möglich wieder nach Hause zurückkehren und dort in Frieden leben können.

Junge mit Wassereimer im Flüchtlingscamp Al Zataari in Jordanien Bild vergrößern Junge mit Wassereimer im Al-Zataari-camp in Jordanien (© dpa/picture-alliance)

Leider hat sich diese Hoffnung besonders bei den syrischen Familien bisher noch nicht erfüllt. Der Bürgerkrieg in Syrien dauert schon fünf Jahre an. Das ist besonders schlimm für die Flüchtlingskinder, von denen viele nicht regelmäßig zur Schule gehen können. Und weil ihre Eltern keine Arbeit finden können, geht vielen Familien irgendwann das Geld aus.

Mehr Hilfe für Flüchtlinge

Darum ist es wichtig, dass Deutschland mit Geld, Nahrung und anderen Dingen hilft. Wenn es den Menschen in den Flüchtlingslagern etwas besser geht, müssen sich auch nicht mehr so viele auf eine gefährliche Reise nach Europa machen. Damit diese Menschen wenigstens ein Dach über dem Kopf und ausreichend Essen und Trinken erhalten, hat Deutschland in den letzten Jahren schon mehr als eine Milliarde Euro bezahlt.

© Auswärtiges Amt

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