Friedensplan für Syrien
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Kofi Annan - Sonderbeauftragter für Syrien
(© picture alliance / dpa)
Die Nachrichten sind schon länger voll mit Neuigkeiten aus Syrien. Seit Monaten gibt es dort Kämpfe. Viele Menschen sind schon verletzt oder getötet worden. Politiker aus aller Welt bemühen sich darum, dass die Gewalt in Syrien beendet wird - dafür gibt es unter anderem einen Friedensplan. Außerdem sollen Beobachter nach Syrien reisen und überprüfen, ob eine Waffenruhe eingehalten wird.
Den Friedensplan hat Kofi Annan entwickelt. Der ist von den Vereinten Nationen und der Arabischen Liga - das ist eine Vereinigung arabischer Länder - zum Sondergesandten für Syrien ernannt worden. Das heißt, er hat die besonders schwierige Aufgabe, dafür zu sorgen, dass in Syrien die Gewalt aufhört. Dabei wird er von der internationalen Gemeinschaft - also den anderen Ländern - unterstützt.
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Dafür ist Annan nach Syrien gereist und hat dort unter anderem Präsident Baschar al-Assad getroffen. Die Gewalt in Syrien hatte ja angefangen, weil dort viele Menschen auf die Straße gegangen sind und gegen die Regierung von Assad protestiert haben. Die Demonstranten fordern mehr Rechte und Freiheiten. Doch Präsident Assad hat nicht auf sie gehört, sondern stattdessen seine Soldaten losgeschickt. In vielen syrischen Städten hat es Kämpfe zwischen den Soldaten und den Gegnern von Assad gegeben. Weil die Auseinandersetzungen so heftig sind, sprechen Viele schon von einem Bürgerkrieg - das ist ein Krieg, in dem verschiedene Gruppen in ein und demselben Land gegeneinander kämpfen.
Erst eine Waffenruhe, dann Gespräche
Der Plan von Kofi Annan sieht vor, dass erst einmal die Kämpfe aufhören. Dann sollen beide Seiten wieder miteinander ins Gespräch kommen und beraten, wie die Auseinandersetzung gelöst werden kann. Außerdem soll endlich Hilfe für die Menschen ins Land gelassen werden. Sowohl Assad als auch seine Gegner wollen angeblich auf diesen Plan eingehen. Die Gewalt ist wohl auch schon weniger geworden, aber trotzdem gibt es an verschiedenen Orten immer noch Kämpfe.
Damit besser sichergestellt werden kann, dass der Friedensplan von Kofi Annan verwirklicht wird, sollen ein paar Hundert Beobachter nach Syrien reisen. Die Idee dahinter ist einfach: Wer beobachtet wird, verhält sich wahrscheinlich eher so, wie von ihm erwartet wird. Ein paar solcher Beobachter sind schon in Syrien, aber es sind noch viel zu wenige, um die Situation wirklich zu überblicken.
Wichtig, dass alle an einem Strang ziehen
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Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat immer wieder gesagt, wie wichtig es sei, dass die internationale Gemeinschaft sich einig ist und gegenüber Syriens Präsident Assad an einem Strang zieht. Und in der Tat steht der mehr und mehr alleine da - sogar in seiner Nachbarschaft. Syrien ist sogar schon aus der Arabischen Liga ausgeschlossen worden, zu der es traditionell immer gehört hat. Trotzdem hat Assad nach wie vor mächtige Unterstützer: China und Russland zum Beispiel. Beide Länder wehren sich dageggen, dass Assad offiziell für die Gewalt in seinem Land verantwortlich gemacht wird.
Aber den Friedensplan von Kofi Annan unterstützen Russland und China auch - umso wichtiger, dass er funktioniert.
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