Was tun gegen die Gewalt in Syrien?
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(© picture alliance / dpa)
Aus Syrien gibt es seit Monaten kaum gute Nachrichten. Wenn man den Fernseher oder das Radio anmacht, wird meistens von Kämpfen berichtet, bei denen viele Syrer verletzt oder getötet werden. Wegen der anhaltenden Gewalt sprechen manche Beobachter schon von einem Bürgerkrieg. Was tun Deutschland und andere Länder, um die Gewalt zu beenden und den Menschen in Syrien zu helfen?
Seit Monaten versuchen Politiker aus der ganzen Welt, den syrischen Präsidenten Assad davon zu überzeugen, die Gewalt in seinem Land zu beenden. Angefangen hatte sie ja, weil in Syrien viele Menschen auf die Straße gegangen sind und gegen die Regierung von Assad protestiert haben. Die Demonstranten fordern mehr Rechte und Freiheiten. Doch Präsident Assad hört nicht auf sie, sondern hat stattdessen seine Soldaten losgeschickt. Und die kämpfen nun in verschiedenen syrischen Städten gegen so genannten Aufständische, also die, die gegen Assad sind. Beobachter von Menschenrechtsorganisationen und auch Journalisten, die aus Syrien berichten, werfen Assad vor, dass er dabei keine Rücksicht auf Zivilisten nimmt. Immer wieder wird davon berichtet, dass auch Frauen und Kinder angegriffen und getötet werden. Außerdem wurden tausende Assad-Gegner festgenommen, viele andere sind in Nachbarländer geflüchtet.
Eine Resolution gegen die Gewalt soll her
Die internationale Gemeinschaft hat schon Vieles versucht, um die Gewalt in Syrien zu stoppen. Deutschland versucht zum Beispiel gemeinsam mit anderen Ländern seit langem, in den Vereinten Nationen eine Resolution zu verabschieden, die das gewaltsame Vorgehen der syrischen Regierung verurteilt. Was eine Resolution ist, kannst Du hier nachlesen:
Was ist eine UN-Resolution?
Das hat bisher nicht geklappt, weil es noch einige Länder gibt, die zu Präsident Assad halten und nicht wollen, dass er offiziell für die Gewalt in seinem Land verantwortlich gemacht wird. Dazu gehören zum Beispiel China und Russland.
Auch Syriens Nachbarn haben sich von Assad abgewendet
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Hält die Macht ganz fest: Baschar al-Assad
(© picture alliance / abaca)
Dabei steht Syrien auch in seiner Nachbarschaft mehr und mehr alleine da. Es ist sogar schon aus der Arabischen Liga ausgeschlossen worden. Die Arabische Liga ist eine Vereinigung arabischer Länder, zu der Syrien auch immer gehört hat. Wegen der Gewalt in Syrien haben die anderen Mitglieder Syrien erst einmal ausgeschlossen. Erst wenn die Gewalt in Syrien gestoppt ist, soll das Land wieder aufgenommen werden.
Sanktionen als wichtiges Druckmittel
Und auch die Europäische Union, eine Vereinigung der meisten europäischen Länder, versucht Assad dazu zu bewegen, die Gewalt zu stoppen. Dazu hat die EU schon verschiedene Sanktionen verhängt. Sanktionen sind eine Art Bestrafung. Diese Bestrafung soll nicht die Menschen in Syrien treffen, sondern Präsident Assad und seine Anhänger. Zum Beispiel wurden ihnen die Bankkonten bei europäischen Banken gesperrt, so dass sie nicht mehr an ihr Geld kommen. Viele dürfen nicht mehr in die EU einreisen. Die Staatschefs der europäischen Länder hoffen, dass Assad irgendwann aufgibt, wenn ihm das Geld ausgeht. Deswegen hat die EU auch entschieden, erst einmal kein Öl mehr aus Syrien zu kaufen.
Damit der Druck auf Assad möglichst groß wird, sprechen sich EU, Arabische Liga und die anderen Länder sehr eng ab. Dafür ist auch extra eine Freundesgruppe für Syrien gegründet worden. Mehr als 60 Staaten und internationale Organisationen sollen sich künftig regelmäßig treffen und besprechen, wie sie Assad am besten dazu bringen können, die Gewalt zu stoppen.