Hoffnung auf ein Ende der Kämpfe im Gaza-Streifen

16.01.2009

Zerstörtes Haus in Gaza-Stadt Bild vergrößern Zerstörtes Haus (© picture-alliance) Bilder wie dieses gab es in den letzten Wochen viele. Gleichzeitig setzen sich vielen Menschen dafür ein, dass die Kämpfe im Gaza-Streifen bald aufhören. Außenminister Frank-Walter Steinmeier war in den letzten Tagen zweimal in der Region. Er ist optimistisch, dass die Waffen bald schweigen.

Auf dem Foto siehst Du ein von einer Bombe zerstörtes Haus in Gaza-Stadt, dem wichtigsten Ort des Gaza-Streifens. Die Firma, die das Foto verkauft, sagt, dass ein Anführer der Hamas in dem Haus gewohnt haben soll. Er sei bei dem Angriff gestorben. Wie so oft im Krieg: Überprüfen kann man solche Informationen nicht.

Sicher aber ist: Den Menschen im Gaza-Streifen - nicht nur denen, die für die Hamas gegen Israel kämpfen - geht es schlecht. Besonders Kinder, alte Menschen und Frauen leiden. Aber auch die, die ihr Haus oder ihre Wohnung verloren haben oder einfach nur den andauernden Kämpfen ausgesetzt sind. Verlassen können sie den Gaza-Streifen nicht.

Hilfe ist notwendig

Um Menschen im Ausland in Not zu helfen, verfügt das Auswärtige Amt über einen besonderen Geldtopf, die "humanitäre Hilfe". Meistens werden mit der humanitären Hilfe Projekte von Nichtregierungsorganisationen oder der Vereinten Nationen unterstützt.

Auch im Gaza-Streifen arbeiten solche Hilfsorganisationen - zum Beispiel der Palästinensische Rote Halbmond. Rotkreuz- oder Rothalbmond-Gesellschaften arbeiten in fast allen Ländern der Welt. Sie arbeiten in der Katastrophenhilfe oder erledigen soziale und humanitäre Aufgaben.

Über das Deutsche Rote Kreuz hat das Auswärtige Amt dem Palästinensischen Roten Halbmond Spenden im Wert von 800.000 Euro versprochen: 5 Krankenwagen, Laborausstattung für Krankenhäuser, Windeln und Milchpulver für Babys, Seife und Waschmittel. Sie sollen dabei helfen, die Not der Menschen zu lindern.

Bild vergrößern Beim palästinensischen Ministerpräsidenten (© picture-alliance/dpa) Schweigen bald die Waffen?

Außenminister Steinmeier ist am Donnerstag noch einmal nach Israel, nach Ramallah (da sitzt die Regierung der palästinensischen Gebiete) und Kairo gefahren.

Dort hat er mit Politikern aus diesen Ländern gesprochen, um dabei zu helfen, dass es möglichst bald einen Waffenstillstand gibt.

Viele andere Politiker und Diplomaten führen zur Zeit ähnliche Gespräche. Steinmeier ist nach seiner Rückkehr zuversichtlich, dass die Waffenruhe bald kommt.

Hier kannst Du mehr über die Gespräche des Außenminsters nachlesen.

© Auswärtiges Amt

Israel und die Palästinensischen Gebiete