Schweigen bald die Waffen im Gaza-Streifen?
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Israelischer Angriff
(© picture-alliance/dpa)
Die Kämpfe im Gazastreifen haben in den letzten Tagen noch einmal zugenommen. Viele Menschen starben oder wurden verletzt. Jetzt hat der ägyptische Präsident einen Plan für eine Waffenruhe vorgestellt. Hat dieser Plan Aussicht auf Erfolg?
Seit Tagen bemühen sich Politiker und Diplomaten aus vielen Ländern, dass die Waffen zwischen Israel und der Hamas wieder schweigen.
Wie es zu den Kämpfen gekommen ist, kannst Du hier lesen.
Tschechien hat zur Zeit die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union inne. Deshalb ist der tschechische Außenminister Schwarzenberg mit dem "Außenminister" der EU, Javier Solana, in die Region gereist. Frankreichs Staatspräsident Sarkozy hat mehrere Länder besucht. Deutschland schickte einen hohen Diplomaten in die Region.
Auch viele Länder der Region selbst, wie die Türkei oder Ägypten, bemühen sich zu vermitteln. Die ägyptische Regierung ist besonders wichtig, weil Ägypten eine direkte Grenze zum Gaza-Streifen hat und Vertreter der Hamas häufig in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind.
Flüchtlinge
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Wie sieht der Plan aus?
Gestern, am 6. Januar, hat der ägyptische Präsident Hosni Mubarak seinen Plan vorgestellt:
Es soll sofort eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas geben. Das ist wichtig, damit die Not leidende Bevölkerung rasch Hilfe erhält und medizinisch versorgt werden kann. Gleichzeitig sollen Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand geführt werden.
Außenminister Steinmeier, hat den Plan begrüßt. Es müsse schnell ein Ausweg aus der Gewalt gefunden werden, sagte er. Israelis und Palästinenser müssten in Sicherheit leben können.
Hat der Plan Aussicht auf Erfolg?
Das ist schwer zu sagen. Einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas gab es schon im letzten Jahr – von Juli bis Dezember. Trotzdem ist es seit Ende Dezember zu den schweren Kämpfen gekommen.
Wichtig ist, dass Israel nicht mehr mit Raketen beschossen wird. Wichtig ist aber auch, dass sich die Lebensbedingungen der Menschen im Gaza-Streifen verbessern.
Ein gutes Zeichen ist, dass Vertreter der israelischen Regierung und der Hamas den Plan nicht einfach abgelehnt haben. Und dass die Kämpfe am Mittwoch erstmals zumindest für ein paar Stunden unterbrochen wurden.