Friedensnobelpreis
Für die Verbrüderung der Völker wirken
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(© picture-alliance/dpa)
Was haben Michail Gorbatschow, Willy Brandt, Mutter Theresa und Carl von Ossietzky gemeinsam? Richtig, sie alle sind Träger des Friedensnobelpreises. Schon seit 1901 gibt es ihn, er wird an Menschen oder Organisationen vergeben, die sich ganz besonders für den Frieden in der Welt eingesetzt haben.
Der Preis hat seinen merkwürdigen Namen von seinem Stifter, Alfred Nobel. Das war ein schwedischer Industrieller. Er hatte im 19. Jahrhundert mit der Erfindung von Dynamit viel Geld verdient – und sich viele Gedanken über Krieg und Frieden gemacht.
In seinem Testament legte er fest, dass sein Vermögen in eine Stiftung fließen solle. Die Nobel-Stiftung vergibt seit mehr als Hundert Jahren den Friedensnobelpreis sowie Preise für Literatur, Chemie, Physik und Medizin, und eben den Frieden.
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(© Nobelkomitee)
Der Preis wird immer am Todestag Nobels verliehen, dem 10. Dezember. Dann versammeln sich im Rathaus von Oslo, der norwegischen Hauptstadt, der norwegische König, das norwegische Nobel-Komitee und viele weitere Ehrengäste. Der Preisträger erhält eine Urkunde, eine Medaille sowie etwa eine Million Euro.
Anschließend hält der Geehrte eine Rede, in der er noch einmal seine Ideen vorstellen kann.
Wie wird man Preisträger?
Nobel legte in seinem Testament fest, dass „ein Teil demjenigen oder derjenigen, der oder die am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat und für die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere sowie für die Bildung und Austragung von Friedenskongressen.“ vergeben werden solle.
Der Preisträger wird von einem fünfköpfigen Komitee, dem Norwegischen Nobelkomitee, ausgewählt. Die Mitglieder des Komitees werden vom norwegischen Parlament ernannt. Das Komitee ist völlig unabhängig in seiner Entscheidung, es muss niemanden über seine Beratungen berichten
Vorschläge an das Komitee müssen bis zum 1. Februar eingereicht werden. So kam es dazu, dass 1948 kein Preis vergeben wurde. In diesem Jahr sollte Mahatma Gandhi, der berühmte indische Freiheitsheld, den Friedensnobelpreis erhalten. Er wurde aber im Januar 1948 ermordet, da war die Zeit für neue Vorschläge zu knapp – und eine Preisverleihung nach dem Tod war nicht möglich.
Dieses Jahr bekommt Martti Ahtisaari den Preis: ein finnischer Diplomat und Politiker, der sich seit über dreißig Jahren weltweit in vielen Konflikten für den Frieden eingesetzt hat.
Und wenn Du schon ein bisschen Englisch kannst, surfe doch mal zur Seite des Nobelpreises. Dort findest Du viele Infos und coole Spiele rund um den Nobelpreis.