Ein Archiv im Tresor
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Aktentransport
(© Auswärtiges Amt)
Im Auswärtigen Amt gibt es einen geheimnisvollen Ort. Dort liegen tausende Akten, manche mehr als hundert Jahre alt - es ist das Politische Archiv. Hier werden die Dokumente gesammelt, die die Mitarbeiter des Auswärtigen Amts seit vielen Jahren jeden Tag erstellen. Und das alles in einem alten Tresor mit schweren Türen. Welche Geheimnisse sich dort verbergen und was das Politische Archiv so besonders macht, erfährst du hier.
Mitten im Auswärtigen Amt ist ein riesiger Tresor. Der gehörte früher zu einer Bank, hat drei Stockwerke und dicke goldene Türen. Heute ist in dem Tresor aber kein Geld mehr gelagert, stattdessen stehen dort unzählige Regale voller Akten. Alles ist ganz ordentlich in Kartons verpackt und beschriftet. Und in jeder der grauen Schachteln in den Regalen liegen besondere und wichtige Dokumente. Das ist das so genannte Politische Archiv im Auswärtigen Amt. Aufeinandergestapelt würden die Akten einen Turm ergeben, der 27 Kilometer hoch wäre.
Ein Archiv - was ist das eigentlich?
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Der Lesesaal
(© Auswärtiges Amt)
Wikipedia sagt, dass ein Archiv ein Ort ist, an dem Dokumente liegen, die für die tägliche Arbeit nicht mehr gebraucht werden. Sie werden gesammelt, aufbewahrt und auf bestimmte Art sortiert. Das können zum Beispiel Schriftstücke, Karten, Pläne, Bilder und E-Mails sein.
Wenn sich jemand für die Akten des Auswärtigen Amts interessiert, kann er sie sich im Lesesaal angucken. Wenn man sich vorher angemeldet hat, bekommt man dort einen kleinen Tisch und einen Stuhl und kann nach Herzenslust in den Dokumenten blättern, die vorher aus dem alten Tresor geholt wurden.
Und welche Dokumente liegen im Politischen Archiv des Auswärtigen Amts?
Das Politische Archiv im Auswärtigen Amt bewahrt viele Dokumente auf, die die Mitarbeiter des Auswärtigen Amts in den vergangenen 141 Jahren hergestellt haben. Außerdem sammelt es die völkerrechtlichen Verträge Deutschlands. Völkerrechtliche Verträge sind
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Regale im Archiv
(© Auswärtiges Amt)
solche, die Deutschland mit anderen Ländern zu bestimmten Themen abschließt - zum Beispiel Freundschaftsverträge, um neue Kriege zu verhindern.
Im Politischen Archiv arbeiten 25 Menschen, die viele verschiedene Aufgaben haben: Jede Akte muss zum Beispiel mindestens einmal in ihrem ‚Leben’ bearbeitet werden. Dabei werden alle Metallteile entfernt. So kann man verhindern, dass sich Rost am Metall entwickelt und das Papier kaputt macht. Und sie werden fein säuberlich in Katalogen verzeichnet, damit man jede Akte schnell wieder findet, wenn sie jemand braucht.
Was ist, wenn eine Akte trotzdem kaputt geht?
Es gibt auch eine Werkstatt im Archiv des Auswärtigen Amts – dort kümmern sich die Mitarbeiter um beschädigte Dokumente.
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Akten reparieren
(© Auswärtiges Amt)
Eine Akte, die zum Beispiel von einem Feuer zerstört wurde, kann hier wieder schön und lesbar gemacht werden. In einem komplizierten Verfahren werden die Seiten wieder hergestellt und zum Beispiel Risse vorsichtig geklebt. In der Werkstatt werden außerdem völkerrechtliche Verträge, die die Bundesrepublik Deutschland abschließt, hergestellt. Die sind immer auf besonderem Papier gedruckt und in dunkelblauen Vertragsmappen gebunden.
Du willst noch mehr über das Politische Archiv im Auswärtigen Amt wissen? Mehr Informationen gibt es hier.