Sorge über Nordkoreas Atomwaffen

27.05.2009

Nordkorea feiert den Atombombentest Bild vergrößern Nordkorea feiert den Atombombentest (© picture-alliance/dpa) Vor einigen Tagen hat Nordkorea eine Atombombe getestet. Jetzt sind nicht nur die direkten Nachbarn des Landes aufgeschreckt. Auch die Vereinten Nationen, die USA und auch Deutschland haben diesen Test verurteilt. Denn eines ist klar: Die Welt wird nicht sicherer, wenn mehr und mehr Staaten Atomwaffen besitzen.

Nordkorea ist ein Land im Nordosten Asiens, in direkter Nachbarschaft zu China. Der Name Nordkorea zeigt, dass Korea ein geteiltes Land ist. Neben Nordkorea, das offiziell "Demokratische Volksrepublik Korea" heißt, gibt es seit dem Ende des 2. Weltkriegs einen Staat Südkorea (Republik Korea). Nordkorea ist ein sozialistischer Staat, der besondere Beziehungen zu China hat. Südkorea ist eine Demokratie, die USA sind der wichtigste Partner.

Von 1950 bis 1953, also kurz nach Ende des letzten Weltkrieges, haben sich beide Staaten im Korea-Krieg bekämpft. Bis heute gibt es keinen Friedensvertrag. Wie früher zwischen Ost- und Westdeutschland sind beide Staaten durch eine undurchlässige Grenze voneinander getrennt. Karte von Nordkorea und seinen Nachbarn Bild vergrößern Nordkorea und seine Nachbarn (© Wikipedia)
Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten gibt es also schon lange. Das Besondere an Nordkorea ist aber, dass die Führung des Landes Atomwaffen besitzt.

Deshalb gibt es einen internationalen Vertrag, der verhindern soll, dass noch mehr Länder Atomwaffen bekommen: den Atomwaffensperrvertrag, oder Nichtverbreitungsvertrag (NVV). Den hatte auch Nordkorea 1985 unterzeichnet, trotzdem aber weiter an einer Atombombe gebaut. 

Nachdem Nordkorea versprochen hatte, auf Atomwaffen zu verzichten, bekam es aus dem Ausland viel Unterstützung. Vor allem Öl haben die USA und andere Länder Nordkorea kostenlos geschickt. Als dann aber herauskam, dass Nordkorea heimlich doch weiter an Atombomben bastelte, wurden die kostenlosen Öllieferungen eingestellt.

Daraufhin erklärte Nordkorea, dass es wieder aus dem NVV austritt, und forschte weiter am Bau einer Atombombe. Einen ersten Atomtest gab es dann am 9. Oktober 2006. Die meisten anderen Staaten haben aber nicht akzeptiert, dass Nordkorea einfach wieder aus dem NVV austritt. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen forderte deshalb von Nordkorea, nie wieder Atomwaffentests durchzuführen.

In den Folgejahren kam es dann zu Verhandlungen zwischen Nordkorea und anderen Staaten, insbesondere wurde ein Atomreaktor abgeschaltet, während im Gegenzug erneut Energie ins Land geliefert wurde.

Seit einiger Zeit haben sich jetzt die Beziehungen zwischen beiden koreanischen Staaten wieder verschlechtert. In den vergangenen Tagen testete Nordkorea nicht nur eine Atomwaffe, sondern auch Raketen. Die Bundesregierung und viele andere Länder wollen, dass Nordkorea die Verhandlungen über sein Atomprogramm wieder aufnimmt und keine weiteren Tests unternimmt.

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