"Langer Job beendet"
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(© picture-alliance / KPA/TopFoto)
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren", heißt es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Sie wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen genehmigt und verkündet. Seitdem feiert man den 10. Dezember als den "Internationalen Tag der Menschenrechte". Davon hast Du vielleicht schon mal gehört. Und - wusstest Du auch, dass Eleanor Roosevelt, die Witwe des amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt, bei der Entstehung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte eine ganz wichtige Rolle spielte?
Zwei Jahre lang hatte Eleanor Roosevelt in der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen diskutiert, gestritten und überzeugt.
Dann war es soweit: Mit 48:0 Stimmen nahm die Generalversammlung bei ihrer Sitzung im Palais de Chaillot in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte an. Nur die kommunistischen Staaten des damaligen Ostblocks sowie Südafrika und Saudi-Arabien enthielten sich.
Ein großer Tag für die Frau, die sich seit mehr als zwanzig Jahren für die Rechte der Menschen weltweit eingesetzt hatte.
Von der "First Lady" zur Uno-Diplomatin
Als Eleanor nach der Wahl ihres Mannes 1933 ins Weiße Haus einzieht, kümmert sie sich um die Ärmsten der Bevölkerung. Die USA steckten damals in einer schlimmen Wirtschaftskrise, und die soziale Not ließ die "First Lady" nicht los. Sie reiste durchs ganze Land und berichtete ihrem Mann über ihre Beobachtungen.
Schon vor der Präsidentschaft ihres Mannes war sie politisch aktiv und setzte sich insbesondere dafür ein, dass sich Frauen politisch engagieren. Sie unterstützte die Gewerkschaften und kämpfte dafür, dass Frauen ihre Arbeitsplätze auch in der Wirtschaftskrise behalten konnten.
Nach dem Tod ihres Mannes im April 1945 begann im Dezember desselben Jahres ihr großer internationaler Auftritt: Sie vertrat die USA bei den gerade neu gegründeten Vereinten Nationen. Ab 1947 wurde sie Vorsitzende der Menschenrechtskommission, die die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ausarbeitete - der lange Job begann.
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(© Gemeinfrei)
Viel Arbeit - großer Erfolg
Schon bei der Gründung der Vereinten Nationen wurde die Achtung der Menschenrechte in die Charta, das Gründungsdokument, aufgenommen. Die Menschenrechtskommission hatte die Aufgabe, eine Erklärung zu erarbeiten.Schnell stieß man auf Probleme: nicht genug Personal, aber auch nicht mehr genug politischer Wille - der Kalte Krieg hatte begonnen, die ehemaligen Alliierten waren zu Gegner geworden.Eleanor Roosevelt drängte und überzeugte, schneichelte und grollte. Die Mitgliedsstaaten der Uno standen sich bereits wieder in schweren Konflikten gegenüber - trotzdem gelang es: nach fast zweijähriger Arbeit wurde in der historischen Resolution 217 vom 10. Dezember die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte beschlossen.