Hungersnot in Ostafrika
In mehreren Ländern im Osten Afrikas hat es seit langer Zeit nicht geregnet. Die Felder der Bauern sind völlig ausgetrocknet, Nahrungsmittel können nicht mehr wachsen. Es ist die schlimmste Dürre seit 60 Jahren, sie hat zu einer großen Hungersnot in der Bevölkerung geführt. In den Ländern Äthiopien, Kenia, Somalia, Dschibuti und Uganda haben fast elf Millionen Menschen nicht genügend zu essen.
Wie kommt es zu einer Dürre?
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Somalische Flüchtlinge in Kenia
(© picture alliance / landov)
In manchen Ländern in Afrika ist es im ganzen Jahr sehr heiß. Dabei regnet es nur wenig. Normalerweise kommt es aber einmal im Jahr zu einer Regenzeit. In diesen Monaten regnet es dann sehr viel. Dadurch kann sich die Natur von der Trockenzeit erholen. Pflanzen können wieder wachsen, sodass Obst und Gemüse entsteht. Wenn die Regenzeit aber ausbleibt, kommt es zu einer Dürre, so wie derzeit im Osten Afrikas.
Bei einer Dürre fehlt es nicht nur an Nahrungsmitteln für die Menschen, auch die Tiere haben nicht genügend zu fressen und trinken. Das Vieh, etwa Kühe und Ziegen, sind für die Menschen jedoch sehr wichtig, da sie zum Beispiel Milch liefern.
Viele Menschen müssen fliehen
Am schlimmsten sind die Menschen in Somalia von der derzeitigen Hungersnot betroffen. Dort leiden etwa 3,7 Millionen Menschen, das ist knapp die Hälfte aller Einwohner des Landes. Weil in Somalia außerdem noch ein Bürgerkrieg herrscht, fliehen Tausende Menschen in die Nachbarländer Kenia und Äthiopien, um dort in Flüchtlingslagern Hilfe zu suchen. Für viele Menschen ist es aber zu den Flüchtlingslagern ein weiter Weg, den sie zu Fuß gehen müssen. Das ist insbesondere für die hungernden Kinder sehr anstrengend, manche von ihnen sterben unterwegs.
Auch in den Flüchtlingslagern ist die Lage schwierig: Viele der Lager sind überfüllt, es fehlt an Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten für die Menschen. Das größte Flüchtlingslager liegt in der Stadt Dadaab in Kenia. Hier halten sich mittlerweile fast 400.000 Flüchtlinge aus Somalia auf.
Hunger ist für Kinder besonders schlimm
Dass der Magen schon eine halbe Stunde vor dem Mittagessen knurrt, kennt jeder. Der Hunger, den wir erleben, ist aber ein ganz anderer als der Hunger, unter dem viele Menschen in Afrika leiden. Denn sie bekommen über einen langen Zeitraum keine Nahrungsmittel. Das ist vor allem für Kinder schlimm. Zum Wachstum und zur Entwicklung ihres Körpers brauchen sie besonders viele Nährstoffe. Wenn sie aber längere Zeit hungern, werden sie immer schwächer und können an den Folgen von Hunger sterben. Auch Krankheiten können sich schneller bei unterernährten Kindern ausbreiten.
Deutschland leistet Hilfe
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Kinder stehen im Flüchtlingslager in der Nähe von Dadaab an der Grenze von Kenia zu Somalia.
(© picture-alliance/ dpa)
Deutschland versucht die dramatische Lage der Menschen in Ostafrika mit sofortiger Hilfe zu verbessern. So unterstützt zum Beispiel das Auswärtige Amt das Flüchtlingslager in Dadaab. Die Hilfe beinhaltet lebenswichtige Medikamente für die Flüchtlinge, Zelte als Unterkünfte und Unterstützung beim Transport. Über ein anderes Ministerium der Bundesregierung, das Entwicklungsministerium, hilft Deutschland den Menschen ist Ostafrika auch mit Nahrungsmitteln. Insgesamt unterstützt die deutsche Bundesregierung der unter der Hungersnot leidenden Region mit 30 Millionen. Das Geld wird den Organisationen, die vor Ort arbeiten, wie dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen „UNICEF“ oder dem Deutschen Roten Kreuz gegeben.
Neben der Regierung, helfen auch viele Bürger den Menschen in Ostafrika. Sie spenden dann meist kleinere Geldbeträge an Hilfsorganisationen, die in der Region aktiv sind.