Vereinte Nationen: Zusammen sind wir stark!

Blauhelme, Internationaler Gerichtshof, Sicherheitsrat - diese Begriffe gehören alle zu den Vereinten Nationen und kommen häufiger in den Nachrichten vor. Aber was ist das überhaupt alles genau? Hier erfährst du es. 

Bild vergrößern Denkmal für den Frieden vor dem Gebäude der VN (© photothek.net) Vereinte Nationen – warum heißen die eigentlich so?

In New York treffen sich Vertreter von 193 Ländern und sie sitzen vereint im selben Haus. Sie sind aber natürlich nicht immer einer Meinung, häufig streiten sie auch miteinander. Trotzdem ist es ist doch aber viel besser, hier mit Worten zu streiten als mit Soldaten und Waffen.

Deswegen es ist wichtig, dass es die Vereinten Nationen gibt: An keinem anderen Ort der Welt, nur hier in New York, können alle so gut miteinander reden. Allein der Chef der Vereinten Nationen kann von sich sagen, dass er im Namen aller Länder spricht. Seit 2007 heißt der Chef Ban Ki-moon, er kommt aus Südkorea.

Bild vergrößern (© photothek.net) Wer gehört zu den Vereinten Nationen?

Die Vereinten Nationen gibt es zwar schon lange: seit 1945, also seit etwas mehr als 60 Jahren. So richtig alt sind sie aber eigentlich nicht, wenn man sie mit ihren Mitgliedsstaaten vergleicht: Dabei sind fast alle Länder, die es auf der Welt gibt und die meisten von ihnen sind viel älter als die Vereinten Nationen. Keine Mitglieder sind zum Beispiel der Vatikanstaat und einige nicht von allen anerkannte Länder wie Palästina, Nordzypern und Kosovo.

Worum geht es bei den Vereinten Nationen?

Bei den Vereinten Nationen geht es um sehr wichtige Themen: Dass Frieden herrscht, dass alle Menschen genug zu essen, zu trinken und sauberes Wasser haben. Dafür müssen sich alle Länder, starke wie schwache, an Regeln halten.

Das hört sich gut und einfach an. Und eigentlich würde man sagen: Da müssen doch alle mit einverstanden sein und die Regeln auch beachten. Denn wer ist schon für Krieg oder wer will, dass andere Menschen hungern? Und, na klar, natürlich dürfen die Starken sich nicht alles erlauben, nur weil sie stärker sind.

Wie funktionieren die Vereinten Nationen?

Wenn irgendwo auf der Welt ein Krieg ausbricht, trifft sich meist sofort der Sicherheitsrat. Im Sicherheitsrat sitzen 15 Länder – ein kleiner Teil der 193 Mitglieder. Fünf Länder sind immer dabei: Russland, China, Frankreich, Großbritannien und die USA. Das ist so, weil sie den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben. Die anderen 10 werden immer für zwei Jahre gewählt. Der Sicherheitsrat ist das wichtigste Gremium, wenn es um Krieg oder Frieden geht. Er kann entscheiden, was gemacht werden soll, wenn sich ein Land nicht an die Regeln hält.

Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen Bild vergrößern Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen (© Picture Alliance/dpa) Was gehört noch zu der Vereinten Nationen?

In Den Haag in den Niederlanden gibt es noch den Internationalen Gerichtshof (IGH). Er entscheidet Rechtsstreitigkeiten zwischen Staaten, die seine Gerichtsbarkeit anerkennen, und erstattet Gutachten.

Außerdem schicken die Mitgliedsländer Soldaten für friedenssichernde und -erhaltende Einsätze in Krisengebiete. Die Friedentruppen der Vereinten Nationen werden häufig auch einfach "Blauhelmsoldaten" genannt, weil sie auffällige blaue Helme tragen.

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Was ist / sind eigentlich...

Wir erklären Fachbegriffe der Vereinten Nationen leichtverständlich

Lexikon: Vereinte Nationen