Meng Meng und Jiao Qing: Zwei Pandabären in diplomatischer Mission

05.07.2017

Riesenpanda Meng Meng in der Zuchtstation in Chengdu/ China Bild vergrößern Riesenpanda Meng Meng in der Zuchtstation in Chengdu/ China (© dpa/picture-alliance ) Früher war es eine chinesische diplomatische Tradition: China verschenkte Pandabären an Länder, mit denen sich das sogenannte „Reich der Mitte“ gut verstand. Weil Pandabären so selten sind und nur in China vorkommen, war das jedes Mal ein ganz besonderes Geschenk. Deshalb spricht man auch von „Panda-Diplomatie“.

Vor etwa 40 Jahren erhielt der damalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt zwei Pandabären, die dann im Berliner Zoo ihr neues Zuhause fanden.

Jetzt ist Chinas Staatspräsident Xi Jinping vom 4. bis zum 7. Juli in Berlin: Deutschland und China feiern das 45. Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen. Aus diesem Anlass werden dem Berliner Zoo wieder zwei Pandabären überlassen – diesmal aber nur als Leihgabe. Denn leider sind Pandas vom Aussterben bedroht und die beiden Pandas (Meng Meng und Jiao Qing) sollen in einigen Jahren wieder nach China zurückkehren.

Zwei Riesenpandas mit diplomatischem Auftrag

Vorfreude auf Meng Meng und Jiao Qing: auf seiner letzten Reise nach Peking bekam Außenminister Gabriel vorab schon mal zwei Stoffpandas Bild vergrößern Vorfreude auf Meng Meng und Jiao Qing: auf seiner letzten Reise nach Peking bekam Außenminister Gabriel vorab schon mal zwei Stoffpandas (© Gaertner/photothek.net ) Austausch und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China waren noch nie so eng wie heute – trotz der weiterhin unterschiedlichen Meinungen in Fragen der Menschenrechte. Beide Länder sind sehr an guten gemeinsamen Wirtschaftsbeziehungen interessiert. Und sie haben die  gemeinsame Überzeugung, dass Deutschland und China zusammenstehen müssen, damit Konflikte und Krisen in der Welt besser bewältigt werden können.

Mittlerweile gibt es über 32.000 chinesische Austauschstudenten in Deutschland, und über 120 Partnerschulen in China, an denen Deutsch unterrichtet wird. Die Pandabären Meng Meng und Jiao Qing werden ihrerseits in Deutschland sicherlich für viel Interesse an China sorgen.

Außerdem zahlt Deutschland China während des Aufenthalts der Pandas in Berlin Geld, welches dem Schutz der noch wildlebenden Pandas in China und einer Panda-Zuchtstation zu Gute kommen soll.

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