Sport

Für Kinder in Deutschland ist Sport ganz normal: In der Schule gibt es Sportunterricht, nachmittags wird auf den Sportplätzen gekickt und gedribbelt, man trifft sich im Verein oder einfach so mit Freunden.

Auch in afrikanischen und asiatischen Ländern haben Kinder Spaß an Sport, aber es fehlt an Geld für Bälle, für Sportschuhe, es gibt keine Trainer. Hier hilft das Auswärtige Amt.

Afghanistan als Beispiel

(© DW-TV) In Afghanistan konnten Mädchen lange Jahre gar keinen Sport treiben. 2002 hat das Auswärtige Amt das Pilotprojekt „Mädchenfußball in Afghanistan“ gestartet. Viele Leute glauben dort auch heute noch, Fußball ist nichts für Mädchen, aber die Mädchen sehen das anders. Doch es fehlt an allem: Es gibt nicht genug Sportplätze, wo Mädchen sichtgeschützt trainieren können, nicht genug Trainer, keine Sportschuhe und Bälle. Holger Obermann war der erste deutsche Trainer, der vom Auswärtigen Amt nach Afghanistan geschickt wurde, um das zu ändern. Seitdem hat die deutsche Botschaft in Kabul viele Mädchen, aber auch einige Jungen mit Trainingsanzügen und Fußballschuhen ausgestattet und Fußbälle verteilt.

Es fanden Seminare für Trainerinnen und Schiedsrichterinnen statt, und ein Sportplatz wurde ausgebaut, damit die Mädchen geschützt vor fremden Blicken trainieren können. Immer wieder veranstaltet die deutsche Botschaft in Kabul Fußballturniere, und im Januar 2008 war die afghanische Frauen-Fußball-Nationalmannschaft in einem Trainingslager in Deutschland.


Der deutsche Experte Klaus Stärk, der das Fußball-Projekt in Afghanistan einige Jahre zusammen mit Ali Askar Ali geleitet hat, ist für ein neues Projekt nun in Namibia. Zwei Jahre wird er dort die Trainerausbildung modernisieren und den namibischen Fußballverband in Organisationsfragen beraten.

Leichtathletik in Afrika

Sport ist natürlich nicht nur Fußball. In Tansania finanziert das Auswärtige Amt ein Projekt zur Entwicklung der Leichtathletik. Zwei Jahre lang werden deutsche Experten Sportlehrer ausbilden und eine Talentförderung für den Nachwuchs aufbauen.

Mit Sport ist Verständigung leichter

(© DW-TV) In einem fremden Land mit einer andere Sprache kann man erst einmal keinen Menschen verstehen. Mit einem Ball ist es dann plötzlich ganz einfach, zusammen Spaß zu haben. Sport ist wie eine eigene Sprache. Wenn sich bei Olympischen Spielen oder Fußball-Weltmeisterschaften Sportler aus der ganzen Welt treffen, dann ist die Sprache gar kein Problem – auch nicht für die vielen Fans, die sich dabei treffen.

Sport ist also auch gut für die Verständigung der Völker, darum unterstützt das Auswärtige Amt deutsche Bewerbungen für große Sportveranstaltungen. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war so „die Welt zu Gast bei Freunden“, und im nächsten Jahr werden wieder viele Gäste erwartet: Im August 2009 finden in Berlin die Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt.

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Sport: Weltweites Engagement

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