Sport: Spaß, Fairness und friedlicher Wettbewerb

Fußball, oder Tennis, oder Ballett - Machst du auch so gerne Sport?  Für Kinder in Deutschland ist das ganz normal: Es gibt Sportunterricht in der Schule und nachmittags wird auf den Sportplätzen gekickt und gedribbelt. Bild vergrößern In Ghana spielen Kinder Fußball auf der Straße (© Gero Breloer/photothek.net)

Puh! So ein Fußballspiel ist ganz schön anstrengend. Aber am Ende gewinnt man ja vielleicht. Und auch wenn nicht  - Spaß macht es trotzdem. So ist es auch bei den anderen Sportarten. Welche einem gefällt, kann man ja selbst entscheiden, aber eines haben alle gemein: Sport steht für Fairness, Toleranz und friedlichen Wettkampf.

Deshalb fördert das Auswärtige Amt den Sport auf der ganzen Welt, insbesondere in Entwicklungsländern. Zum Beispiel mit Geld für Bälle, für Sportschuhe und für Trikots. Aber auch  mit Trainerkursen und Sportlertreffen. So können auch Kinder und Erwachsene auch in ärmeren Ländern Spaß beim Sport haben.

Erfolgsgeschichte: Mädchen-Fußball in Afghanistan

Bild vergrößern Franz Beckenbauer in Afghanistan (© Thomas Imo/photothek.net)

Afghanistan ist ein gutes Beispiel dafür, wie Sport Kindern und Jugendlichen Hoffnung gibt. Fußball war dort lange Zeit ein Volkssport, fast wie bei uns in Deutschland. Aber als die Taliban in Afghanistan herrschten (das war von 1996 bis 2001), war Fußball spielen verboten. Deshalb wurde "der Kaiser" Franz Beckenbauer 2002 ganz besonders bejubelt, als er in die afghanische Hauptstadt Kabul reiste. Der Vize-Präsident machte den jungen Leuten in Afghanistan nach dem Krieg Mut.

Im gleichen Jahr startete das Auswärtige Amt auch das Projekt "Mädchenfußball in Afghanistan". Denn: Mädchen durften lange Jahre gar keinen Sport treiben. Fußball sei nichts für Mädchen, hieß es. So ein Quatsch!

Die deutsche Botschaft gab vielen Mädchen (aber natürlich auch einigen Jungs) Trainingsanzüge, Fußballschuhe und Fußbälle. Ein Sportplatz wurde ausgebaut, damit die Mädchen geschützt vor neugierigen Blicken der Jungs trainieren können.

Und im Januar 2008 kam dann die afghanische Frauen-Fußball-Nationalmannschaft zu einem Trainingslager nach Deutschland. So weit ist der Fußball in Afghanistan in den sechs Jahren gekommen.

An dem Turnier "Discover Football" in Berlin hat auch die afghanische Frauenfußballmannschaft teilgenommen. Du kannst dazu hier mehr lesen

Bild vergrößern Mädchen spielen Fußball in Afghanistan (© picture-alliance/dpa) Sport über alle Grenzen hinaus

Sport ist grenzenlos. Und Sport braucht keine Sprache – Sport ist vielmehr wie eine eigene Sprache: Du warst vielleicht schon einmal in einem fremden Land, wo du die Sprache nicht verstehen konntest. Mit einem Ball ist es dann plötzlich ganz einfach, zusammen Spaß zu haben.
Eine Sportart hat es sogar bis in die Geschichtsbücher geschafft: die Ping-Pong-Diplomatie. Mit dem Besuch einer amerikanischen Tischtennismannschaft in China 1971 konnten politische Spannungen zwischen beiden Ländern abgebaut werden - ganz ohne einen Streit mit Worten oder gar Waffen.

Du siehst: Sport ist auch gut für die Verständigung der Völker. Das Auswärtige Amt unterstützt deshalb auch deutsche Bewerbungen für große Sportveranstaltungen. So war zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 "die Welt zu Gast bei Freunden". Und im August 2009 fand in Berlin eine sehr erfolgreiche Leichtathletik-WM statt.

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Sport: Weltweites Engagement

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