Weltkindertag - jedes Jahr am 20. November

20.11.2017

Kind im Flüchtlingslager Barr Elias im Libanon Kind im Flüchtlingslager Barr Elias im Libanon (© Grabowsky/Photothek) Wie werden Kinder geschützt? Was haben sie für Rechte? Und können Kinder mitbestimmen?

Kinder brauchen besonderen Schutz und deshalb auch besondere Rechte. Darüber haben die Vereinten Nationen lange diskutiert und 1989 die "Konvention über die Rechte des Kindes" aufgeschrieben. Fast alle Länder dieser Erde haben die Konvention unterschrieben. Kinder sollen auf der ganzen Welt so aufwachsen, wie es die Kinderrechtskonvention festgelegt hat: Mit Spielen und Lernen - und ohne Gewalt und Not.

Spielen, Lernen und Aufwachsen ohne Gewalt

Alle Staaten, die ihr Versprechen gegeben und die Konvention unterzeichnet haben, müssen dies auch einhalten. Darauf achtet bei den Vereinten Nationen der Ausschuss für die Rechte des Kindes. 

Jedes Kind hat danach das Recht, vor Ausbeutung und Gewaltanwendung geschützt zu werden. Leider müssen aber immer noch viel zu viele Kinder in armen Ländern schwere Arbeit tun: statt zur Schule zu gehen und zu spielen, sitzen sie den ganzen Tag in Fabriken. Oder sie müssen als Soldaten Krieg führen.

Der internationale Weltkindertag, der jedes Jahr am 20. November stattfindet, soll auf die Bedürfnisse und Rechte von Kindern aufmerksam machen, und zeigen, dass noch immer viel zu tun ist!

Wie werden die Rechte für Kinder überhaupt durchgesetzt?

Um Kinder besser schützen zu können, arbeitet Deutschland auch mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF zusammen, das sich in vielen Ländern um die Verbesserung von Lebensbedingungen der Kinder kümmert: dass sie genug zu essen und trinken bekommen, dass sie zu Schule gehen dürfen und dass sie nicht geschlagen werden. Und dass sie, wenn sie krank sind, ärztliche Hilfe und Medizin bekommen. Junges Mädchen im Unterricht Junges Mädchen im Unterricht (© picture-alliance/dpa)

Außerdem muss jedes Kind  - egal, ob Mädchen oder Junge - gleich behandelt werden. In vielen Ländern werden Mädchen aber schlechter behandelt als Jungen. Sie müssen häufiger im Haushalt helfen und können deshalb nicht zur Schule gehen. Das Auswärtige Amt fördert deshalb besonders Schul- und Sportprogramme für Mädchen.

© Auswärtiges Amt

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