Deutsche Kultur ist mehr als Goethe, Sauerkraut oder Pünklichkeit

Was ist Deutsche Kultur? Auf die Frage könnte man auch antworten: Bierbrauen, Beethovens Symphonien und Fachwerkhäuser. Deutsche Kultur besteht aus dem, was in Deutschland gemacht, erfunden oder erdacht wurde. Ein wichtiges Element deutscher Kultur ist die deutsche Sprache – und die Werke von Dichtern und Denkern, die auf Deutsch geschrieben worden sind. Aber darüber hinaus gibt es noch viel mehr. Viele Menschen in anderen Ländern interessieren sich dafür – so wie wir andere Kulturen auch kennenlernen wollen.

Bild vergrößern Aufführung an der Deutschen Schule Abu Dhabi (© photothek/Thomas Köhler) Deutsch lernen – überall auf der Welt

Deutsch ist eine nicht ganz einfache, aber tolle Sprache, in der man vieles ausdrücken kann. Damit an möglichst vielen Orten auf der Welt die Schülerinnen und Schüler Deutsch lernen können, gibt es mehr als 140 deutsche Auslandsschulen und rund 1400 weitere Schulen, an denen die Kinder Deutsch als Fremdsprache lernen und ein Sprachdiplom ablegen können. Das Auswärtige Amt unterstützt diese Schulen mit Geld, Lesestoff, Lehrerinnen und Lehrern, die es aus Deutschland in diese Länder schickt. Und die Kinder lernen dort nicht nur Deutsch, sondern auch ganz viel über Deutschland von heute.

In Mexiko zeigen, was es in Deutschland gibt – und umgekehrt

Kultur verbindet nicht nur über die Sprache: Mit gemeinsamen Kulturprojekten können sich Menschen verschiedener Länder besser kennenlernen. 2016/2107 findet deshalb das Deutsch-Mexikanische Jahr mit vielen gemeinsamen Veranstaltungen in Deutschland und gleichzeitig in Mexiko statt. Neben Deutsch-Schnupperkursen gibt es eine Fotoausstellung über die U-Bahnen in Berlin und Mexiko-Stadt, ein Kunst-Projekt und ein Kinderfilmprogramm.

Bild vergrößern Beim Afrika-Festival in Würzburg (© picture-alliance/ dpa)

Eine Welt, viele Kulturen

Andere Länder und deren Kulturen kennen und verstehen zu lernen ist wichtig. Schließlich leben wir als Nachbarn in ein und derselben Welt. Viele Kulturen haben auch einander beeinflusst: Die Ziffern, die heute in Deutschland verwandt werden, haben sich die Araber ausgedacht. Das Papier wiederum ist von den Chinesen erfunden worden. Solche Erfindungen nennt man „kulturelles Erbe“. Weil kulturelles Erbe die Menschen verbindet, ist der Erhalt wichtig. Bauwerke, Tempelstätten, Museen, aber auch Handwerkstechniken und Musik zählen zum Kulturerbe.

Das Auswärtige Amt hilft anderen Ländern dabei, ihre Kulturstätten zu erhalten, denn es ist für die gesamte Menschheit wichtig, dass diese Monumente erhalten bleiben. Zum Beispiel werden Leute in Kambodscha durch Deutschland darin ausgebildet, die antiken Khmer-Tempel zu restaurieren. Solche gemeinsamen Anstrengungen und Projekte helfen dabei, die Freundschaft zwischen Deutschland und diesen Ländern zu verbessern.