Friede - Freude, Eierkuchen?

Frieden ist gar nicht so selbstverständlich. Auch wenn er uns hier in Europa manchmal schon normal vorkommt. Das soll auch so sein. Kriege haben furchtbare Folgen für die betroffenen Menschen, häufig besonders für die Kinder. Deshalb ist es die wichtigste Aufgabe von Außenpolitik, Kriege zu verhindern und Frieden zu sichern.
Bild vergrößern Minenopfer in Angola (© picture-alliance/dpa) Kriege haben schreckliche Folgen: Menschen sterben - Kinder, Frauen und Männer. Viele Familien verlieren ihr Haus oder ihre Wohnung, die Kinder können nicht zur Schule gehen. Die Menschen hungern, weil sie ihre Arbeit verlieren und auf ihren Feldern nicht mehr genug anbauen können.  In manchen Ländern wie Vietnam oder Afghanistan explodieren noch Jahrzehnte nach dem Ende eines Konflikts auf den Feldern Minen.

Häufig müssen die Menschen in einem Kriegsgebiet auch Angst haben vor den Überfällen feindlicher Gruppen. Oder sie werden selbst dazu gezwungen, als Soldat zu kämpfen - sogar manchmal Kinder.

Bild vergrößern Kindersoldat in Liberia (© picture-alliance/ dpa) Deswegen dürfen Kriege gar nicht erst ausbrechen. Das ist die wichtigste Aufgabe von Außenministern und Diplomaten. Da funktioniert große Politik wie der kleine Streit im Alltag: Oft kann ein Außenstehender die beiden Streithähne beruhigen und schlichten. Außerdem: Wer miteinander redet, kämpft nicht gegeneinander.

Beispiel Kenia:

Anfang 2008 hätten die Menschen in Kenia beinahe einen Bürgerkrieg begonnen, weil sie Angst hatten, dass das Ergebnis ihrer Wahlen ignoriert würde. Kofi Annan, der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat geduldig vermittelt, geredet, erklärt – und nun gibt es eine gemeinsame Regierung. Denn die beiden größten Parteien haben sich an einen Tisch gesetzt und verhandelt, anstatt sich zu bekämpfen.

Soldaten für den Frieden

Bild vergrößern Deutsche Soldaten in Afghanistan (© photothek.net) Außerdem schickt Deutschland hin und wieder Friedenstruppen in andere Länder. Das tun wir zusammen mit vielen befreundeten Staaten wie zum Beispiel Frankreich, Italien, den USA oder Russland.

Und auch die deutschen Soldaten in Afghanistan helfen das Land zu sichern, damit andere Helfer Schulen und Straßen bauen, Brunnen bohren oder auch Lehrer und Polizisten ausbilden können.

Für Deutschland ist der Frieden ein besonderes Anliegen, denn zweimal hat Deutschland durch Weltkriege großes Leid über ganz Europa gebracht. Auch im sogenannten Kalten Krieg zwischen den West- und dem Ostblockstaaten lief die Teilung der Welt mitten durch Deutschland. Heute müssen wir nicht zuletzt wegen der Europäischen Union keine Angst vor unseren Nachbarn haben – und sie auch nicht vor uns. Und heute wollen wir dabei helfen, dass auch andere Staaten auf anderen Kontinenten in Frieden leben können.