Frieden ist nicht selbstverständlich

Frieden ist gar nicht selbstverständlich – obwohl es uns hier in Mitteleuropa manchmal so vorkommt. Aber die täglichen Nachrichten aus aller Welt zeigen: Überall auf der Welt kommt es immer wieder zu kriegerischen Konflikten, und die Folgen sind immer furchtbar. Wichtigste Aufgabe von Diplomaten und Diplomatinnen ist es daher, den Frieden zu erhalten oder ihn wieder herzustellen.

Kriege haben schreckliche Folgen

Menschen sterben, Familien verlieren ihre Wohnung, Kinder können nicht mehr zur Schule gehen. Die Menschen hungern, weil sie ihre Arbeit verlieren oder auf ihren Feldern nicht mehr genug anbauen können. Jahrelang müssen viele in Flüchtlingslagern ausharren. In manchen Ländern wie Kambodscha oder Mozambique explodieren noch Jahrzehnte nach dem Ende eines Konflikts auf den Feldern Minen.

Junge vor Flüchtlingscamp im Nahen Osten Bild vergrößern Junge vor Flüchtlingscamp im Nahen Osten (© dpa/picture-alliance) Wer miteinander redet, kämpft nicht gegeneinander

Im Alltag können häufig Außenstehende zwei Streithähne beruhigen, einen Streit schlichten oder eine Lösung aufzeigen. In der Außenpolitik ist es ähnlich: Wenn ein Land ein anderes bedroht oder auch wenn zwei verschiedene Gruppen in einem Land mit Gewalt an die Macht kommen wollen, hilft es oft, wenn sich Vermittler einschalten, damit der Konflikt ohne Gewaltausbrüche beendet werden kann.

Beispiel Iran: Jahrelange Verhandlungen

Zusammen mit den USA ist es den Europäern mit Hilfe von Handelsbeschränkungen und nach langen, langen Verhandlungen gelungen, dass die iranische Regierung schließlich in einem Abkommen erklärte, keine Atomwaffen zu bauen. Die Gefahr, dass Iran eine Atombombe gegen andere Länder einsetzen kann, ist damit endlich vorbei.

Das Hauptquartier der Vereinten Nationen (United Nations) in New York Bild vergrößern Das Hauptquartier der Vereinten Nationen (United Nations) in New York (© Gottschalk/photothek.net) Die Devise lautet: Nicht aufgeben!

Aber auch wegen anderer Konflikte und Kriege sitzen Diplomaten immer wieder zusammen zum Beispiel bei den Vereinten Nationen. Sie verhandeln oft tagelang, auch wenn darüber nicht in jedem Fall in den Nachrichten berichtet wird. Leider werden immer neue Kriege vom Zaun gebrochen, ohne dass Diplomaten gleich eine Lösung finden können. Aber wichtig bleibt dennoch, dass der Gesprächsfaden nicht abreisst. Nur so bleibt die Chance, dass man gemeinsame Vereinbarungen für eine Waffenruhe findet.

Soldaten für den Frieden

Manchmal kann der Frieden in einem Land nur gefestigt werden, wenn unparteiische, ausländische Streitkräfte dabei unterstützen: Deutsche Soldaten in Afghanistan helfen zum Beispiel, das Land zu sichern, damit andere Helfer Schulen und Straßen bauen, Brunnen bohren oder auch Lehrer und Polizisten ausbilden können. Die deutschen Soldaten sind dort nicht alleine, sondern arbeiten mit Truppen aus anderen europäischen Ländern oder den USA zusammen.