Die deutsch-französische Freundschaft - heute gibt es was zu feiern!

22.01.2018

Der Élysée-Vertrag mit Unterschriften und Siegeln von 1963 Bild vergrößern Der Élysée-Vertrag mit Unterschriften und Siegeln von 1963 (© Auswärtiges Amt) Vor 55 Jahren wurde die deutsch-französische Freundschaft begründet: durch den sogenannten "Élysée-Vertrag". Er wird so genannt, weil er im Élysée-Palast, wo die französische Regierung in Paris sitzt, unterzeichnet wurde. 

Der Vertrag von 1963 bestimmt, dass sich die Regierungsvertreter von Deutschland und Frankreich regelmäßig treffen und gut zusammenarbeiten sollen. 

Wichtige Partner in Europa

Das war der Startschuss für viele Initiativen: Städtepartnerschaften, das Deutsch-Französische Jugendwerk und gegenseitige Austauschprgramme für deutsche und französische Kinder und Jugendliche. Es gibt auch eine gemeinsame Universität und den gemeinsamen Fernsehsender ARTE.

Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron sprechen zum Élysée-Vertrag vor der Presse Bild vergrößern Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron sprechen zum Élysée-Vertrag vor der Presse (© dpa/picture-alliance) Am 19. Januar 2018 saßen hier im Élysée-Palast Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron zusammen, um das zu feiern.

Wie war es früher?

In den letzten 150 Jahren standen sich Deutschlands und Frankreichs Armeen dreimal gegenüber: im deutsch-französischen Krieg (1870/71), im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg. Man sprach daher von einer "Erbfeindschaft", denn die Feindschaft hatte sich durch viele Generationen gezogen. 

Ein Grund zum Feiern!

18 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unterzeichneten der damalige französische Präsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer den Élysée-Vertrag, denn es war ihnen - wie vielen anderen - wichtig, die alte Feindschaft endlich zu beseitigen.

Langjährige Kriegsgegner haben es also geschafft, zu Partnern zu werden und darüber hinaus zusammen für den Frieden in Europa zu arbeiten. Das ist wirklich ein Grund zum Feiern!

© Auswärtiges Amt

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