Unser großer Nachbar: Afrika

Puh, ist das heiß. Und so staubig. Psst! Da hinten liegt ein Löwe und schläft... - Weißt du, wo wir jetzt sind?

Genau, in Afrika - ein großer, faszinierender Kontinent, nur 14 Kilometer von der südlichsten Spitze Europas entfernt. Mit 53 Staaten, mehr als 2.000 Sprachen und einem der zwei längsten Flüsse der Erde, dem Nil.

Leider zeigen uns die Nachrichten auch viele schlimme Geschichten aus Afrika. Von hungernden, kranken Kindern. Von Menschen, die sich gegenseitig verfolgen, weil sie einem anderen Volk angehören. Von Piraten, die vor der Küste Afrikas Schiffe und deren Besatzung kidnappen. Von Herrschern, die ihr Volk unterdrücken.

In Sierra Leone spielen Kinder Fussball Bild vergrößern Kinder in Sierra Leone (© picture-alliance/ dpa) Es stimmt: Es gibt viele Probleme in Afrika. Einige stammen noch aus der Zeit, als die Europäer Afrika besetzt hatten. Sie waren gekommen, um den Kontinent auszubeuten: Bodenschätze wie Diamanten und Gold nahmen sie mit, aber auch die Menschen als Sklaven.

Die Kolonialländer teilten den Kontinent unter sich auf. Dadurch entstanden künstliche Grenzen. Wenn Du Dir eine Landkarte von Afrika anschaust, siehst du, dass die Grenzen manchmal schnurgerade sind, als wären sie mit dem Lineal festgelegt worden. Das wollten die einheimischen Völker natürlich nicht einfach so hinnehmen, schließlich hatten sie sich in den Jahrhunderten zuvor den Kontinent unter sich aufgeteilt. Daraus entstehen noch heute Konflikte, die zum Teil sogar Kriege zur Folge haben.

Neben vielen Problemen gibt es aber auch viele gute Nachrichten: Afrika ist heute ein Kontinent, der sich sehr schnell entwickelt. Wo Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, wo es Demokratien gibt und wo die Wirtschaft wächst.

Deutschland hilft

Und Deutschland steht dabei zur Seite: Mehr Kinder sollen die Schule besuchen. Mehr Menschen sollen zum Arzt gehen können, wenn sie krank sind. Mehr Menschen sollen eine Arbeit haben, damit sie ihre Familie ernähren können. Und die Menschen sollen in Frieden leben. 

Natürlich hilft dabei auch Geld - aber eben nicht nur: Afrika und seine Menschen soll sich selber helfen können. Durch politischen Wandel, durch Handel mit dem Rest der Welt, durch Bildung.

All dies kann nur gelingen, wenn die afrikanischen Staaten auch selbst mitmachen. Darauf achtet Deutschland bei seinem Einsatz in Afrika.

Und: Das Auswärtige Amt setzt besonders auf die junge Menschen in Afrika. Jeder dritte Afrikaner ist nämlich zwischen 10 und 24 Jahre alt, ein sehr junger Kontinent also. So werden Schulen gebaut, damit die Kinder lesen und schreiben lernen. Junge afrikanische Künstler werden gefördert, sowohl in Afrika als auch hier in Deutschland. Und Studenten können nach Deutschland kommen, um hier Dinge zu lernen, mit denen sie später vielleicht einmal ihrem Heimatland weiterhelfen können.

In Afrika tut sich etwas

Bild vergrößern Afrikanische Friedenstruppen im Einsatz (© picture-alliance/ dpa) Afrika nimmt sein Schicksal mehr und mehr in die eigenen Hände und setzt auf seine eigenen Stärken. So ähnlich wie in Europa die "Europäische Union" gibt es jetzt in Afrika eine "Afrikanische Union". Afrikanische Soldaten werden als Friedenstruppen in Krisengebieten eingesetzt. Und Politiker vermitteln, wenn es in anderen Ländern Probleme gibt.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: "Ein Boot kommt nicht voran, wenn jeder auf seine Art rudert". Zusammen mit unserer Hilfe und den eigenen Stärken kommt Afrika dem Ziel nach und nach ein Stückchen näher.

Afrika

Afrika-Symbolbild